Warum kann Blut «klebrig» werden und «verklumpen»?

Eine wichtige Aufgabe des Blutes ist, im Falle einer Verletzung die Wunde zu verschliessen. Das tut es, indem es gerinnt. Konkret spielt sich dabei folgendes ab: Die kleinsten Zellen des Blutes, die Blutplättchen (auch Thrombozyten genannt) werden aktiviert. Das heisst, sie bilden kleine «Tentakeln» aus, um sich an der verletzten Blutgefässwand und mit anderen Blutplättchen zu verhaken. Ergebnis: Die Thrombozyten bilden eine Pfropf und verschliessen so die Wunde.

Nun kann es aber auch passieren, dass die Blutplättchen aktiviert werden, ohne dass eine Verletzung vorliegt. Zum Beispiel, indem die Blutplättchen gegen Cholesterinablagerungen (Plaque) im Gefäss stossen.

Auch bei bestimmten Gruppen von Menschen ist die Gefahr grösser, dass Blutplättchen ohne Notwendigkeit aktiviert werden. Zum Beispiel bei Rauchern oder Menschen mit Bewegungsmangel. Aufgrund ihrer ausgebildeten «Tentakeln» sind die Thrombozyten «klebrig», d.h. sie können sich leicht mit anderen Blutplättchen oder an der Gefässwand verhaken. Im Volksmund spricht man hier auch von «dickem Blut».